Kinder psychisch belasteter Eltern

Wussten Sie, dass Schätzungen zufolge 20.000-30.000 Kinder und Jugendliche in der Schweiz einen psychisch belasteten Elternteil haben? (Albermann & Müller, 2016). Was bedeutet das für die Betroffenen, für die Familie, insbesondere für die Kinder? Was gibt es für mögliche Folgeprobleme und Risikofaktoren? Wer kann betroffene Eltern unterstützen und wie?

Facts und Erkenntnisse

Das psychiatrische Erkrankungsrisiko für Kinder aus psychisch belasteten Familien ist um das 3 bis 7fache im Verhältnis zum Durchschnitt der Gesamtbevölkerung erhöht (Albermann & Müller, 2016; Mattejat & Remschmidt, 2008). Einflussfaktoren wie zum Beispiel genetische Einflüsse, krankheitsbedingtes eingeschränktes elterliches Verhalten im Umgang mit dem Kind, erhöhten psychosozialen Belastungen und erhöhtes Risiko für Misshandlungen spielen hierbei eine Rolle. Interessant erscheint, dass Kinder von Eltern mit Persönlichkeitsstörungen (PKS) am auffälligsten sind und Kinder suchtkranker Eltern am unauffälligsten. Der Zusammenhang zwischen den unspezifischen Merkmalen der elterlichen Erkrankung wie Schweregrad, Chronizität und Komorbidität sowie der Auffälligkeit der Kinder konnte sich nicht nachweissen lassen. Je länger die Kinder der Erkrankung ausgesetzt sind, desto weniger auffällig werden sie eingeschätzt (Wiegand-Grefe, Geers, Petermann & Plass, 2011).

Kontakt: peter.ullmann@ccapp.ch

Telefon: 078 700 34 82

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