Was soll in der Krise erreicht werden?

Ziele der Krisenbehandlung (Outcomes)

Nachdem die Anamnese erhoben und Assessments inklusive Risiken eingeschätzt sind, werden die Ziele der Behandlung festgelegt. Die Grundlage in der Zielsetzung der Krisenintervention ist nach Sonneck, Kapusta, Tomandl, & Voracek (2012, S.18) die Hilfe zur Selbsthilfe, also die aktive Krisenbewältigung, bei dem den Betroffenen ermöglicht wird, sich in der Krise zu akzeptieren und selbst zu einer Lösungs- und Bewältigungsmöglichkeit zu finden.

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Kann man eine Krise diagnostizieren?

 Diagnostik der Krise

Die Krise stellt an sich keine Diagnose dar, sondern wie bereits dargestellt, eine akute Überforderung eines gewohnten Verhaltensrepertoires durch belastende äussere und inner Erlebnisse.

Sie ist begleitet von Phänomenen wie beispielsweise

  • Schlafstörungen,
  • einem verändertem Selbstwertgefühl und –konzept aber auch von
  • Fremdgefährdung und
  • Suizidalität.

Diese Phänomene sind mittels Pflegediagnostik zu eruieren und sofern vorhanden in den Behandlung und Versorgung zu integrieren. Im Rahmen der ärztlich durchgeführten ICD 10 Diagnostik ist mittels Eigen- und Fremdanamnese und klinischer Beobachtung zu prüfen, ob Diagnosen aus dem Bereich F43.- Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen vorliegen. Bei depressiven oder ängstlichen Symptomen sollte ausserdem ein BDI (Beck Depression Inventory) oder BAI (Beck-Angst-Inventory) erhoben werden. Somatische Traumafolgen sollten erhoben und dokumentiert werden (Somatostatus). Im Nachfolgenden werden einige wichtige medizinische und pflegerische Diagnosen im Rahmen von Krisen kurz dargestellt.

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Was ist wichtig zu Wissen für die Unterstützung in der Krise?

Krisenanamnese

Im Rahmen von Krisen sind fünf Aspekte zu erheben. Die dazugehörigen Fragen dienen zum vereinfachten Verständnis respektive die notwendige Informationen zu eruieren.

Krisenanlass

Welcher Anlass führte zu der Krise?
Subjektive Bedeutung

Welche Bedeutung hat die Krise für die betroffene Person?
Krisenanfälligkeit

Besteht eine Disposition (psychische Erkrankung, Sucht, Behinderung etc.)?
Reaktion der Umwelt

Wie reagiert das soziale und familiäre Umfeld?
Krisenverlauf

Welche Erfahrungen bestehen in der Bewältigung von Krisen (Copingstrategien und Skills)?

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Was sind die Risikofaktoren einer Krise?

Risikofaktoren

In Zusammenhang mit Risikofaktoren bei Veränderungs- und psychosozialen Krisen, fehlen bis dato Forschungsergebnisse. Alleinig die psychosozialen Belastungsfaktoren werden unter anderem bei therapieresistenten Depressionen, Persönlichkeitsvariablen im Vorfeld dementieller Erkrankungen, psychische Erkrankungen bei Spätaussiedlern und Kindern & Jugendlichen genannt. Also immer im Zusammenhang mit einer psychiatrischen Erkrankung oder Störung, jedoch nicht in Bezug auf reine Lebensereignisse.
Psychosoziale Belastungsfaktoren bei Jugendlichen nach Freitag (2000, S.15) werden wie folgt genannt:

  • Psychiatrische Erkrankung eines Elternteiles
  • Instabilität der Ehe, Scheidung der Eltern (verbunden mit chronischen Konflikten) und Wiederverheiratung (vor allem für Mädchen)
  • Häufiger Streit der Eltern, allgemeines Streitklima der Familie
  • Mutter und Vater jünger als 20 Jahre bei der Geburt des ersten Kindes
  • Instabilität der Wohnsituation mit häufigen Umzügen und Wohnungswechsel
  • Mangelnde emotionale und materielle Unterstützung der Kinder, mangelhaftes Ausfüllen der Elternfunktion
  • Finanzielle Abhängigkeit vom Staat
  • Haushaltsvorstand arbeitslos, ungelernte/r oder angelernte/r Arbeiter/in
  • Niedriger Ausbildungsstand der Mutter und des Vaters
  • Überbelegung des Wohnraumes

Wie weit diese Faktoren auf Erwachsene übertragbar sind, kann nicht abschliessend geklärt werden. Jedoch sollte jedem Beteiligten das Wissen für eine entsprechende Sensibilität der Risikofaktoren präsent sein, um diese in den Versorgungsprozess einfliessen zu lassen.

Fremdgefährdungsrisiko im Zusammenhang mit Krisen

Es ist davon auszugehen, dass ein Zusammenhang von Fremdgefährdung und Krise besteht. Zahlen in diesem Kontext für die stationäre Behandlung sind nicht direkt vorhanden. Betrachtet man die polizeilich registrierten Gewaltstraftaten im häuslichen Bereich, werden im Jahr 2011 insgesamt 14.881 Fällen angegeben. Gegenüber den Vorjahren, ist gesamthafte eine Abnahme zu verzeichnen.

„Im Einzelnen stellt sich bei den versuchten Tötungsdelikten, schweren Körperverletzungen, übler Nachrede, Verleumdung und Vorbereitungshandlungen eine Zunahme zwischen 20% bis 58% dar. Weibliche Personen sind nach polizeilicher Kriminalstatistik 3-mal häufiger von häuslicher Gewalt betroffen als männliche“

(Bundesamt für Statistik (BFS), 2012, S. 5).

In diesem Zusammenhang, besteht die Möglichkeit, dass Opfer aber auch Täter für eine Krisenbehandlung in eine psychiatrische Institution hospitalisiert werden.

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Wie erkennt man eine Krise?

Merkmale von Krisen

Da die Krise keine Erkrankung ist, die man mittels Symptomen beschreiben könnte, spricht man hier von Merkmalen oder Kennzeichen, die eine nähere Darstellung des aktuellen Zustandes und Verlaufes ermöglichen.

Merkmale Allgemein

  •  Erhöhte Spannung
  • Unsicherheit
  • Angst
  • Hilflosigkeit
  • Irritation und Aggressivität
  • Verwirrtheit
  • Depersonalisations- und Derealisationserscheinungen
  • Wahnhafte Projektionen
  • Halluzinationen
  • Psychosomatische Beschwerden

Ciompi (1993, S.17)

Merkmale kritischer Lebensereignisse

  •  Neuanpassung/Wiederanpassung

Ein Ereignis erfordert auf Grund von Lebensveränderung eine grundlegende Wiederherstellung des Passungsgefüges zwischen Selbst und Aussenwelt.

  • Ausmass der Nicht-Vorhersehbarkeit des Ereignisses.
  • Wirkungsgrad

Das Ergebnis berührt viele andere Lebensbereiche.

  • Selbstwertbedrohung

Das Ergebnis stellt den Selbstwert einer Person in Frage.

  • Selbstkonsistenz-Bedrohung

Das Ergebnis bedroht zentrale Überzeugungen, die die eigene Person betreffen.

  • Orientierungsverlust

Das Ergebnis interferiert mit zentralen Zielen und Anliegen der Person.

  • Retraumatisierung

Das Ergebnis aktiviert Erinnerungen an frühere, nicht bewältigte Ereignisse.

(Filipp, 1997, Kunz, Schermann, & Schürmann, 2009, S.183)

Das Risiko für eine Krise nimmt zu, je mehr Merkmale zutreffend sind.

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Wie verlaufen Krisen?

Phasen der psychosozialen Krise

Nachfolgend werden die zwei Formen

  1. traumatische Krise und
  2. Veränderungskrise

mit ihren vier Phasen beschrieben (Cullberg,1978; Caplan, 1964).

Phasenverlauf Veränderungskrise

1. Krisenschock

  • Plötzlich, meist unvorhergesehene Schicksalsschläge (Krankheit, Invalidität, Tod, Trennung, Kündigung etc.) mit einer Dauer von wenige Sekunden bis zu 24 Stunden
  • Innerlicher Zustand geprägt von Chaos und Verunsicherung, obwohl äusserlich noch geordnet
  • Risiko zu ziellosem Aktionismus oder /und sozialem Rückzug

2. Reaktion

  • Tage bis Wochen andauernde Periode

Reaktionssymptomatik, wie affektiven Turbulenzen, die sich mit Apathie abwechseln, tiefster Verzweiflung, Depressivität, Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit, Feindseligkeit und Aggression

Abwehrmechanismen, wie Verdrängung, Verleugnungstendenzen, Beschwichtigung der Ereignisse, Abhängigkeit von Anderen, sozialer Rückzug, Flucht in Alkohol-, illegaler Drogen- oder Medikamentenmissbrauch, suizidales Verhalten usw. werden aktiviert, um mit der Realität zurechtzukommen

3. Bearbeitung

  • Reflexion des Krisenanlasses und Bearbeitung der Umstände

4. Neuorientierung

  • Erarbeiten neuer Optionen, Besinnung auf eigene Ressourcen und Stärken, Rückgewinnung des Selbstwertgefühls

Phasenverlauf traumatische Krise

1. Konfrontation

  • mit einer neuen, schwierigen Situation, in der die altbewährten Handlungsmechanismen nicht mehr funktionieren

2. Versagen

  • Betroffene erleben die eigene Unzulänglichkeit, welche mit dem Gefühl des eigenen Versagens einhergehen kann
  • Anstieg von Druck und Anspannung

3. Mobilisierung

  • Innere und äussere Unterstützungsmöglichkeiten werden aktiviert
  • Risiko für Rückzug und Chronifizierung bei inadäquater Hilfe

4. Vorbild der Krise

  • Siehe Beschreibung Phase 2 Reaktion bei Veränderungskrise

Was ist eine Krise?

Allgemeines

Im Verlaufe eines Lebens müssen sich Individuen immer wieder auf neue unvorhergesehene, teilweise plötzliche, aber auch auf schleichende Veränderungen einstellen. Infolge des Veränderungsprozesses bedarf es verschiedener Anpassungen. Hierfür werden die in einem Leben erlernten, altbewährten Handlungsmechanismen (Reaktionen) abgerufen, in der Hoffnung den induzierten, lästigen Stress loszuwerden oder zu mindestens ein wenig zu reduzieren. Gelingt es denn, so beruhigt sich das System und man spricht dann von einer kontrollierten Stressreaktion bzw. Krise. Im anderen Fall besteht ein anhaltender Stresszustand, der mit einer permanenten Suche nach Lösungen einhergeht. Mann oder Frau befindet sich also im Ausnahmezustand oder anders ausgedrückt in einer anhaltenden Krise. Infolge wird oftmals zuerst in der Familie oder bei Freunden um Rat und später dann, wenn diese Ressourcen nicht mehr ausreichend erscheinen, nach professioneller Unterstützung gesucht (Hüther, 2004).

Krise

Hierbei wird eine

„schwierige, gefährliche Lage, in der es um eine Entscheidung geht“

bezeichnet, die als

„geistige, seelische, materielle, schöpferische Krise/Krisis“

(Berlin Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, 2015) auftreten kann. Die Autorengruppe Sonneck, Kapusta, Tomandl, & Voracek (2012, S.15) stellen fest, dass es sich hierbei nicht um ein Krankheitsbild handelt, sondern vielmehr um die

„Akuität des Zustandsbildes, wenn also therapeutisches Handeln im weitesten Sinn unverzüglich einsetzen muss, um irreversible Schäden, z. B. Chronifizierung (festgefahrenen Reaktionsphasen nach Cullberg) oder Krankheiten oder Suizide zu verhindern.“.

Caplan präzisiert hierzu, dass es sich um eine

„akute Überforderung eines gewohnten Verhaltensrepertoires durch belastende äussere und innere Erlebnisse“

(ebd. S.181) handelt und Ciompi (1993, S.16) meint dazu, dass die Krise

„mit dem Charakter des Bedrohlichem auftritt, sie eine Labilisierung mit sich bringt, mit einer erhöhten Suggestibilität verbunden ist und damit kleine Ursachen grosse Wirkungen haben können“.

Zusammenfassend bedeutet es, dass

eine Krise ein psychisches Zustandsbild ist, bei der eine akute Überforderung eines gewohnten Verhaltensrepertoires durch belastende äussere und innere Erlebnisse vorliegt, bei dem ein therapeutisches vermittelndes Eingreifen im weitesten Sinn unverzüglich einsetzen muss, um einerseits sozialen, psychologischen und medizinischen Folgen vorzubeugen und andererseits irreversible Schäden, z. B. Chronifizierung (festgefahrenen Reaktionsphasen nach Cullberg) oder Krankheiten oder Suizide zu verhindern.

Differenzierung von Krisen

Einerseits erscheint die Unterscheidung zwischen psychosozialer und krankheitsbedingter Krise als auch andererseits das Wissen über spezifische Aspekte der Krise vor dem Hintergrund einer zielorientierten Behandlung wichtig. Allen gemeinsam ist, dass die Krise ein

„Übergang von einer Lebenslage zur anderen (z.B. bei Trennung)“

(Kunz, Schermann, & Schürmann, 2009, S. 180) darstellt. Das bedeutet, dass es einen Zustand vor und nach der Krise gibt und geben wird.

Psychosoziale Krise

Unter Krisenanlässe zählen Trennung, akute Suizidalität, Arbeitslosigkeit und Überschuldung, häusliche Gewalt, sexueller Missbrauch, Entwicklungskrisen im Jugendalter und Angst im Kontext einer Paarkrise (Kunz, Schermann, & Schürmann (2009). Das Burnout-Syndrom ist dabei als eine mögliche Entwicklung zu einer psychosozialen Krise zu verstehen (Sonneck, Kapusta, Tomandl, & Voracek, 2012).
Weitere Formen die unter der psychosozialen Krise verortet werden können, sind:

  • Traumatische Krisen
  • Veränderungskrisen und
  • Chronisch-protrahierte Krisen (ebd.).

Krankheitsbedingte Krisen

Krankheitsbedingte Krisen können im Kontext bestehenden oder neu auftretenden Krankheiten, wie z.B. einer Depressionen, auftreten. Ebenso kann die Krisen dann entstehen, wenn der Patient / Patientin informiert wird, dass es sich um einen chronischen Krankheitsverlauf handelt. Psychosoziale und krankheitsbezogene Krisen können auch in Kombination auftreten, wie es beispielsweise bei Trennung infolge einer Erkrankung der Fall sein kann. Gegeben falls wird erst im Verlauf der Behandlung deutlich, dass es sich um eine Mischform handelt.

 

Krisenintervention für Personen mit schweren psychischen Erkrankungen

„Der Übergang vom Krankenhaus zur ambulanten Versorgung kann beängstigend und ein schwieriges Erlebnis für Personen mit schweren psychischen Erkrankungen sein. Personen mit psychischen Gesundheitsproblemen könnten keine Netzwerke zur Unterstützung haben, wie Familie, Freunde und Betreuer. Sie haben oft niemanden den sie persönlich kennen, der ihnen helfen könnte, wenn sie nach Hause zurückkehren. Erschwerend kommt hinzu, dass Personen mit schweren psychischen Erkrankungen kritische Einbrüche ihrer psychischen Gesundheit haben können, die zu einem Drehtür-Effekt in der Versorgung führen können. Das heißt, dass die Leistungsempfänger aus dem Krankenhaus entlassen werden, wenn sie als stabil und gesund befunden werden, nur um wieder ins Krankenhaus eingewiesen zu werden, wenn ihr psychischer Zustand sich aufgrund einer Akutphase oder Krise verschlechtert. Kriseninterventions- und häusliche Versorgungspakete wurden als eine mögliche Lösung für diese Probleme entwickelt.“

http://www.cochrane.org/de/CD001087/krisenintervention-fur-personen-mit-schweren-psychischen-Erkrankungen Stand 6.3.2018

Arbeitsbelastung und Zeitdruck

In der Schweiz nehmen 4% der normalen und 8% der armutsgefährdeten Bevölkerung benötigte medizinische Versorgung aus finanziellen Gründen nicht in Anspruch (BFS, 2018).

Im Bereich der psychosozialen Risiken in der Altersgruppe von 15 bis 64 Jahre der Erwerbstätigen, leiden diese vor allem unter den hohen Arbeitsanforderungen (64.9% Männer / 60.6% Frauen) und  Zeitdruck (54.7% Männer / 48.6%  Frauen) (BFS, 2018). Die Betroffenen geben an, meistens oder immer einen geringen Gestaltungsspielraum, emotionale Beanspruchung, Wertekonflikte, geringe soziale Unterstützung und / oder Stress zu erleben.  18% der Schweizer Bevölkerung geben Symptome einer mittleren (13,4%) oder hohen (4,6%) psychischen Belastung an. Die mittlere bis schwere Depression war die häufigste psychische Erkrankung (6% Männer / 7% Frauen) (ebd.).

Werden die psychosozialen Risiken,  psychischen Belastungen oder psychischen Erkrankungen nicht frühzeitig erkannt und eine zeitnahe personenzentrierte Unterstützung etabliert, wird der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit nachhaltig negativ beeinflusst und das Risiko für eine chronische Erkrankung nimmt rapide zu.

Die Betroffene mit psychosozialer und psychiatrischer Herausforderung befinden sich bereits in einem ausserordentlichen Stresszustand, der ihnen kaum noch ermöglicht, sich in dem komplexen bestehenden stationären und ambulanten Angebot zurechtzufinden und das Richtige für ihre Situation auszuwählen.

Wir kennen uns in der Vielzahl der Angebote aus.

Wir helfen Ihnen, das richtige Angebot auf Ihre Bedürfnisse auszuwählen.

Wir unterstützen Sie individuell.

Tel. 078 700 34 82

Mail: peter.ullmann@ccapp.ch

Wie können Menschen mit einer Suizidalität unterstützt werden?

Telefon
143
Manchmal möchte man mit jemandem reden.
Die Dargebotene Hand ist anonym, kompetent und immer für Sie da. https://www.143.ch/

Haltung

  • Akzeptieren des suizidalen Verhaltens als Notsignal,
  • Verstehen der Bedeutung und subjektiven Notwendigkeit dieses Notsignals für die betroffene Person,
  • Suizidalität ist eine Krisenzeit, in einer Lebens- oder Krankheitsepisode die vorbeigehen kann

Stützen (Beziehungsarbeit)

  • Aufbau einer tragfähigen Beziehung durch Gesprächsmöglichkeit und –atmosphäre,
  • Suizidalität offen und direkt ansprechen (Arzt/Bezugsperson), Einschätzung der Absprachefähigkeit
  • Ernstnehmen, nicht beschönigen oder verharmlosen, aber auch nicht dramatisieren,
  • Bindungen im Leben ansprechen (Familie, Religion, Partner sofern vorhanden),
  • Eigene Wertigkeit (Hoffnung für sich) ansprechen,
  • Bedeutsame Bezugspersonen einbeziehen (sofern derzeit positiv erlebt), Kontakt herstellen,
  • Weiteren Therapieplan und die Tagesstruktur festlegen, kurzfristige Gesprächstermine anbieten (und ev. planen),
  • Bearbeitung der gescheiterten Bewältigungsversuche und Copingstrategien fördern (Notfallplan entwickeln wie alternative Lösungswege beschritten werden können) Gemeinsame Entwicklung alternativer Problemlösungen auch für zukünftige Krisen (Prinzip Hoffnung),
  • Kontaktangebote als Hilfe zur Selbsthilfe

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